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An der Universität Bologna wurden im 18. Jahrhundert verschiedene naturwissenschaftliche Lehrstühle mit Frauen besetzt. Jean-Pierre Jenny, ehemaliger Dozent für Italienisch an der Fachhochschule Nordwestschweiz und Gymnasiallehrer in Basel, zeigt in seinem Referat auf, wie es dazu kam – und warum dies wenig bis gar nichts mit der Förderung von Frauen im Bildungswesen zu tun hatte.

Zu diesen frühen Professorinnen zählten die Physikerin Laura Bassi und die Anatomin und Wachsbildnerin Anna Morandi. Beide dozierten an der Universität Bologna und gingen trotz des widrigen Umfelds unbeirrt ihren Weg. In Mailand wirkte die hochbegabte Maria Gaetana Agnesi als Mathematikerin. Auf den frauenfeindlichen Zeitgeist des 18. Jahrhunderts reagierte sie mit einem ganz eigenen Lebensentwurf.

Referat mit musikalischer Überraschung aus der Familie Agnesi.

Vortragstitel: Angefeindet, verhätschelt, gefördert? Professorinnen an italienischen Universitäten im 18. Jahrhundert

Referent: Jean-Pierre Jenny

Einführung: Silke Margherita Redolfi, Leiterin Frauenkulturarchiv Graubünden

Vortragstermin: Donnerstag, 30. März 2017, 20.00h

Vortragslokalität: Chur, Loësaal, Loëstrasse 26

Artikel von Jean-Pierre Jenny in der „Neuen Zürcher Zeitung“ zur Lebensgeschichte der Anatomin Anna Morandi

Artikel von Jean-Pierre Jenny in der „Neuen Zürcher Zeitung“ zur Lebensgeschichte der Physikerin Laura Bassi

Eine Veranstaltung des Vereins für Kulturforschung Graubünden und des Frauenkulturarchivs Graubünden. Der Eintritt ist frei. Mit anschliessendem Apéro.

Bild: Anna Morandi beim Sezieren eines Gehirns (Selbstbildnis aus Wachs, Palazzo Poggi, Bologna)

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