e-Publikationen

Das Institut für Kulturforschung macht die wesentlichen Forschungsergebnisse aus seinen Projekten dem Publikum in Buchpublikationen  zugänglich. Ergänzendes Dokumentationsmaterial findet in digitaler Form auf der institutseigenen kulturhistorischen Datenbank Platz.

Darüber hinaus entstehen im Zug der vielfältigen Forschungs- und Vermittlungsaktivitäten auch immer wieder kleinere Texte wie Aufsätze, Vortragsmanuskripte, Tagungsberichte oder Essais. Ihnen ist die folgende Publikationsplattform zugedacht.

• 1512. Die Bünder im Veltlin, in Bormio und in Chiavenna – I Grigioni in Valtellina, Bormio e Chiavenna

Im Juni 1512 besetzten die Bündner das Veltlin mit Bormio und Chiavenna und machten die Region zu ihrem Untertanenland. Genau fünfhundert Jahre später, im Juni 2012, haben sich Veltliner und Bündner Historiker zusammengetan, um im grenzüberschreitenden Austausch mehr Licht in jene Vorgänge zu bringen. Denn einiges von dem, was 1512 und in den Folgejahren geschah, hat lange im Dunklen gelegen. Ja, bestimmte Fragen werden heute noch heiss diskutiert: Hatten die Bündner die Veltliner zunächst als Bundesgenossen annehmen wollen, solche Zusicherungen dann aber nicht eingehalten? Oder wurde dies nur erst später, als sich das Herrschaftsverhältnis verschlechtert hatte, von rebellischen Veltlinern behauptet? Die Beiträge der veltlinisch-bündnerischen Tagung über die verheissungsvollen Anfänge der Bündner Herrschaft im Veltlin sind hier auf Deutsch bzw. Italienisch wiedergegeben. Dazu treten ausführliche Zusammenfassungen in der jeweils anderen Sprache. 2012, pdf, 274 Seiten:
1512. Die Bündner im Veltlin, in Bormio und in Chiavenna – I Grigioni in Valtelina, Bormio e Chiavenna

• Deutsch im Boden, in Trin und in Flims

Zwischen 1983 und 1996 lief an der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Theodor Ebneter das Forschungsprojekt „Romanisch und Deutsch am Hinterrhein“. Es zielte darauf ab, nach den Grundsätzen der strukturalistischen Schule eine möglichst genaue Beschreibung der Sprachlandschaft von Hinterrhein bis Chur zu leisten. Insgesamt erschienen 12 Bände an deskriptiv aufgebauten Dialektgrammatiken, die meist grosse Textsammlungen und Tonaufnahmen umfassen. Mit dem Tod des Projektleiters 2003 brach auch die Fortführung der Buchreihe ab. Das fertiggestellte Manuskript „Deutsch im Boden, in Trin und in Flims“ von Prof. Dr. Alfred Toth wurde nie gedruckt. Deshalb entschloss sich das Institut 2014, die Studie als e-book aufzubereiten und zugänglich zu machen. pdf, 888 Seiten:
Deutsch im Boden

• Die ausgestorbene romanische Mundart von Sils im Domleschg

Nach dem Erscheinen seines Buches „Romanisch am unteren Heinzenberg“ (1998) stiess Prof. Dr. Alfred Toth auf das Transkript einer Sprachaufnahme in Silser Romanisch mit der vermutlich letzten Sprecherin. Die Aufnahme geht auf das Jahr 1910 zurück und erfolgte mittels Wachsplatten. Dieser Zufallsfund animierte Toth, das höchst komplexe dialektologische Gebiet am unteren Hinterrhein nochmals umfassend darzustellen, mit dem Fokus auf eine Rekonstruktion der ursprünglichen Dialektgrenzen. Das Institut für Kulturforschung veröffentlicht die Studie hiermit als e-book. pdf, 213 Seiten:
Romanische Mundart Sils im Domleschg

• Innovation durch Kultur

Das Projekt Innovation durch Kultur will die Wertschöpfung aus dem kulturellen Reichtum Graubündens erhöhen. Ziel der Initianten und Beteiligten ist es, einen Anschub inhaltlicher wie struktureller Art zu leisten, der zur Entwicklung neuer kulturtouristischer Angebote auf professioneller Basis führt. Die erste Projektphase (2010-2011) beinhaltete eine ökonomische Analyse bestehender Angebote und eine kulturwissenschaftliche Untersuchung, die das Potenzial kulturtouristischer Angebote und die Rolle der einheimischen Bevölkerung thematisiert. In der zweiten Projektphase (ab 2012) werden die Erkenntnisse in den beiden Pilotregionen Viamala und Arosa-Schanfigg umgesetzt.

Projektträgerschaft: Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg); Fachstelle Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (TNE)
Projektleitung: Georg Jäger (ikg)
Projektmitarbeiter: Hansjürg Gredig (TNE); Flurina Graf (ikg)
Projektpartner: Silvia Simon (Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur); Peter Moser (Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur)
Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für Innovation, Entwicklung und Forschung Graubünden

Teilstudien der ersten Projektphase:

Wertschöpfung ausgewählter repräsentativer Kulturangebote in Graubünden (von Peter Moser). pdf, 56 Seiten:
Studie Wertschöpfung

Kulturwissenschaftlicher Bericht (von Flurina Graf und Hansjürg Gredig). pdf, 26 Seiten:
Kulturwissenschaftlicher Bericht

• Deutsch im Kreis Schanfigg

Zwischen 1983 und 1996 lief an der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Theodor Ebneter das Forschungsprojekt „Romanisch und Deutsch am Hinterrhein“. Es zielte darauf ab, nach den Grundsätzen der strukturalistischen Schule eine möglichst genaue Beschreibung der Sprachlandschaft von Hinterrhein bis Chur zu leisten. Insgesamt erschienen 12 Bände an deskriptiv aufgebauten Dialektgrammatiken, die meist grosse Textsammlungen und Tonaufnahmen umfassen. Über den Sprachraum des eigentlichen Untersuchungsgebiets hinaus verfasste Prof. Dr. Alfred Toth nach den gleichen Leitlinien eine Studie zu den Dialekten des Schanfiggs. Die für 1999 vorgesehene Drucklegung scheiterte aus verschiedenen Gründen, weshalb sich das Institut 2012 entschloss, das Manuskript als e-Publikation zugänglich zu machen. pdf, 676 Seiten.
Deutsch im Schanfigg

• Alte Bausubstanz, neu genutzt

Power Point-Präsentationen sämtlicher Referate der Tagung „Transformation – Alte Bausubstanz, neu genutzt“, Bergün/Bravuogn, 31. August 2012
Alle Vorträge in der Übersicht: Vortragsprogramm Bergün
Referat Camenisch
Referat Fabach
Referat Florin
Referat Flury
Referat Furrer
Referat Hauser
Referat Laimer
Referat Pfeifer
Referat Schneider
Referat Seifert
Referat Thurner

• Edition Bündner Komponisten

Das Institut für Kulturforschung Graubünden führt gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Graubünden ein Forschungs- und Editionsprojekt durch, in dem bislang unveröffentlichte Werke von Bündner Komponisten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, die handschriftlichen Notenblätter so aufzuarbeiten, dass sie von Schulen, Chören und Formationen aller Art genutzt werden können. Die Publikation erfolgt über eine eigene Website:
Edition Bündner Komponisten

• Datenbank rätoromanische Volkslieder

Zum Nachlass des Volkskundlers Alfons Maissens (1905–2003) gehört eine alle Idiome umfassende Sammlung von rund 1500 rätoromanischen Volksliedern. Sie ist ein Unikat und dementsprechend kulturhistorisch wertvoll. Die Lieder sind zwischen den 1930er und 1960er-Jahren im Auftrag der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde aufgenommen worden. Das frühe Material befindet sich auf 100 Gelatine-Platten, die späteren Aufnahmen auf 138 Tonbändern. Ergänzend dazu stellte Maissen Notenblätter zusammen und verfasste erläuternde Texte. Abgesehen von der Ausstrahlung einiger exemplarischer Lieder in Radiosendungen blieb das Tonmaterial zu Lebzeiten Maissens unveröffentlicht. In einem Projekt des ikg, das von 2006 bis 2010 lief, bereitete der Churer Kantonsschullehrer und Musiker Iso Albin den gesamten Nachlassbestand an Liedaufnahmen sachgerecht auf. Seit Herbst 2011 ist die digitale Datenbank mit 5800 Audiodateien und 2200 Noten- und Textblätter für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Download kann über die Abhörplätze der Fonoteca Nazionale Svizzera erfolgen (für Graubünden: Kantonsbibliothek in Chur). Die Dokumentrecherche ist online möglich:
Datenbank Volksliedsammlung Maissen

• Linguae GR

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Graubünden lancierte das Institut für Kulturforschung 2011 eine Datenbank zu den wissenschaftlichen Forschungsprojekten rund um die Bündner Sprachen. Sie enthält Angaben zu zahlreichen laufenden wie abgeschlossenen Studien und dient demnach allen an Graubünden interessierten Sprachwissenschaftlern als Informationsplattform. Zur Website:
Datenbank Linguae GR

• Stadt-Land-Beziehungen im Spätmittelalter – Beispiele aus dem Alpenrheintal

Aufsatz von Rezia Krauer, leicht überarbeitete Version ihres Vortrags an der Tagung „Gesellschaft und Recht im Alpenrheintal“, veranstaltet vom Institut für Kulturforschung Graubünden und vom Historischen Verein des Kantons St. Gallen, 27. August 2011. pdf, 7 Seiten.
Stadt-Land

• Kein Plan, keine Krone der Schöpfung – 150 Jahre Evolutionslehre von Charles Darwin

Bericht von Georg Jäger und Mirella Carbone zum Silser Wissenschaftscafé vom 11. August 2009. pdf, 4 Seiten.
Wissenschaftscafe Darwin

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