Kinderbuecher

Mit der Digitalisierung der Medienwelt hat die Literatur für Kinder und Jugendliche in Form von audiovisuellen Medien, Videospielen und vor allem durch Smartphones mit Whatsapp, Instagram, Snapchat etc. harte Konkurrenz bekommen. Das bedeutet nun aber nicht, dass Bücher für Kinder und Jugendliche verschwinden. Im Gegenteil: Anstatt unterzugehen, erfindet sich das Buchmedium neu.

Am deutlichsten zeigt sich dieses Phänomen im Bereich des Bilderbuchs, das nicht nur mit dem Text-Bild-Verhältnis spielt, sondern mit allen möglichen materiellen Aspekten. Bilderbücher laden etwa durch Löcher, Klappen und Pop-Up-Elemente zum haptischen Erkunden ein. Bücher, so könnte ein Fazit der gegenwärtigen Forschungsdiskussion lauten, lassen sich von Smartphones nicht verdrängen, sondern suchen sich einen neuen Platz im medialen Universum; im Zusammenspiel mit den Neuen Medien und in der Konzentration auf das, was nur sie können.

Vortragstitel: «Bücher sind die besseren Smartphones». Wie sich die Kinder- und Jugendliteratur im digitalen Zeitalter neu erfindet

Vortragsdatum: Donnerstag, 6. April 2017, 18.00h

Vortragsort: Chur, Kantonsbibliothek Graubünden, Karlihofplatz

Referentin: Dr. Christine Lötscher, Kulturwissenschaftlerin, Universität Zürich

Eine Veranstaltung des Vereins für Kulturforschung Graubünden und der Kantonsbibliothek Graubünden im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe «Was ist Literaturwissenschaft?»

Flyer der Reihe «Was ist Literaturwissenschaft?»

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