«Die Christenlich Kilch ist uss dem wort Gottes geboren…» (Johannes Comander)

Ein Gespräch über die Reformation im Engadin und im Bergel

Offene Kirche Sils/Segl Maria, am Samstag, den 2. Dezember 2017, um 17.30 Uhr.

Nach einleitenden Kurzreferaten diskutieren: Dr. Paul Grimm (Ftan), Pascal Stoffel (Pontresina), Gian Andrea Walther (Promontogno) und Pfr. Urs Zangger (Silvaplana).

Im Lutherjahr 2017 wird in vielen Ländern Mittel- und Nordeuropas an den Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517 erinnert. Rund zwei Jahrzehnte später fand die Reformation auch im Engadin und im Bergell statt. Die theologischen Argumente beruhten in den Alpen ebenfalls auf den Thesen Martin Luthers, folgten aber der Lehre des Zürcher Reformators Ulrich Zwingli und Johannes Comanders in Chur. Das Engadin entwickelte in der Folge intensive Beziehungen auch nach Genf zur Kirche Johannes Calvins. Glaubensflüchtlinge aus Italien führten die Reformation im Bergell ein. Die politischen und sozialen Voraussetzungen waren in den Drei Bünden anders als in der Eidgenossenschaft oder in den Fürstentümern und Städten im Reich, und so fand dort eine eigenständige, in Europa einmalige Gemeindereformation «von unten» statt.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Vereins und Instituts für Kulturforschung Graubünden Chur und Sils/Segl

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