Das Jahr ohne Sommer.

Die Hungerkrise 1816/17 im mittleren Alpenraum.

Buchvernissage

Donnerstag, 23. November 2017, 18.00 Uhr, Chur, Hotel Stern, Tempelsaal

Am 18. November 2016  hat der Arbeitskreis für interregionale Geschichte des mittleren Alpenraums AIGMA, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturforschung Graubünden und der Historischen Gesellschaft Graubünden, in Chur eine gut besuchte öffentliche Tagung zum historischen «Jahr ohne Sommer» durchgeführt. Der nun vorliegende Band vereint die Beiträge der Tagungsreferenten (W. Behringer, P. Vogt, Hj. Gabathuler, Ch. Thöny, M. Kasper, A. Collenberg, J. Simonett), ergänzt um zwei weitere Regionalstudien (von S. Sutterlütti und P. Grimm).

Die Hungerkrise des Jahres 1816, die sich auch ins folgende Jahr ausdehnte, ist als geschichtliches Thema ebenso faszinierend wie bedeutsam. Hier zeigen sich die Auswirkungen einer globalen Naturkatastrophe auf verschiedene Regionen und Gesellschaften – mit allen wirtschaftlichen und demographischen Folgen, mit Not und Leidenserfahrungen, mit sozialen Protesten und Unruhen, aber auch mit Hilfsaktionen, mit politischen und religiösen Bewältigungsversuchen.

In unserer Weltgegend waren die Gebiete auf der Alpennordseite am stärksten betroffen – also gerade auch die AIGMA-Regionen (Graubünden, St. Gallen, Liechtenstein und Vorarlberg). Die Kälteeinbrüche des Sommers 1816 führten hier zu massiven Ernteeinbussen. Es gab kaum Heu; das Getreide reifte nicht, sondern verrottete auf den Äckern; die Kartoffeln und Rüben mussten aus dem Schnee gegraben werden. Daraus folgte eine drastische Teuerung. Den Leuten blieb oft nichts anderes übrig als Kräuter, Tannenreisig, Baumrinde oder ausgekochte Tierknochen zu essen…

Begrüssung: Cordula Seger (Leiterin Institut für Kulturforschung Graubünden)

Diskussion: Florian Hitz (Mitherausgeber), Adolf Collenberg, Paul E. Grimm, Jürg Simonett (Mitautoren).

Musikalische Umrahmung: Guido Decurtins, Fredy Manser

Eine Veranstaltung des Instituts für Kulturforschung Graubünden

 

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