Zur Sache des Buches

Vortrag von Prof. Dr. Michael Hagner (ETH Zürich)

Mittwoch, 7. Juni 2017, 18.00h, Chur, Kantonsbibliothek Graubünden, Karlihofplatz

Im Rahmen der Vortragsreihe «Was ist Literaturwissenschaft?» (zweite Auflage) referiert der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner über die Zukunft des gedruckten Buchs.

Lange Zeit galt das gedruckte Buch unangefochten und konkurrenzlos als das wichtigste Organ geisteswissenschaftlicher Forschung. Doch in den letzten Jahren ist ein ganzes Gefüge von Medien, Werten und Praktiken in Bewegung geraten. Mit den Möglichkeiten digitaler Forschung und Kommunikation sowie Forderungen nach einer Standardisierung von Publikationen wirkt das Schreiben und Drucken von Büchern bisweilen fast wie ein Anachronismus mit begrenzter Lebensdauer. Was kann und will das gedruckte Buch? Und was kann und will das Digitale? Zwischen digitaler Überforderung und analoger Verkrustung, zwischen pragmatischer Anwendung und kultureller Bewahrung bewegt sich die Diskussion um das Buch in seinen unterschiedlichen Ausprägungen. In meinem Vortrag werde ich darauf eingehen, wo mögliche Synergien liegen könnten, die nur wirksam werden können, wenn die grundsätzliche Unterschiedlichkeit beider Medien anerkannt wird.

„Lesen, nicht scannen“ – Rezension des Essays „Zur Sache des Buches“ von Michael Hagner in der NZZ

Eine Veranstaltung des Vereins für Kulturforschung Graubünden und der Kantonsbibliothek Graubünden.

Weiterer Termin der Vortragsreihe: 6. September.

Flyer der Reihe «Was ist Literaturwissenschaft?»

 

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