Der Landesstreik vom November 1918 war die grösste Krise in der Geschichte des schweizerischen Bundesstaates. In dieser innenpolitischen Konfrontation standen sich während dreier Tage um die 100‘000 Soldaten und eine Viertelmillion Streikende gegenüber. Den Hintergrund bildete die Verschlechterung der sozialen Lage in breiten Bevölkerungsschichten während des Ersten Weltkriegs. Unmittelbarer Streikgrund waren allerdings die provokanten Truppenaufgebote ab dem 5. November. Daraufhin wagte das Oltener Aktionskomitee, die Streikleitung, die Flucht nach vorn in einen unbefristeten Generalstreik.

Wie wirkte sich der Landesstreik in Graubünden aus? Obwohl er im ländlichen Raum weniger grosse Wellen warf – Unterstützung fand er auch hier. Zudem kamen wichtige Protagonisten des schweizerischen Geschehens aus Graubünden.

Genau hundert Jahre danach, am 13. und 14. November 2018, blicken die Historische Gesellschaft Graubünden und der Verein für Kulturforschung Graubünden zurück. Zwei Vortragsabende geben einen Überblick über die dramatischen Vorgänge und fokussieren dabei auf die Situation in Graubünden.

Dienstag, 13. November 2018, 20.00 Uhr • Chur, Postremise, Engadinstr. 43

Die ‘gefährlichen Generalstreiktage’ vom November 1918 in Graubünden

Vortrag von Prof. Jakob Tanner

Anschliessend Diskussion mit dem Referenten

Einladung zur Veranstaltung der Historischen Gesellschaft Graubünden, 13.11.2018, Postremise, Chur

Mittwoch, 14. November 2018, 18.00 Uhr • Chur, Hotel Stern, Tempelsaal

100 Jahre Landesstreik aus der Sicht Graubündens

Kurzreferate von Adolf Collenberg und Stefan Keller

Mit einem Auftritt von Erwin Ardüser als Bundesrat Felix Calonder (Monolog von Roman Weishaupt im Rahmen des Oltener Spektakels 1918.ch)

Anschliessend Gesprächsrunde mit Adolf Collenberg, Stefan Keller und Roman Weishaupt

Einladung zur Veranstaltung des Vereins für Bündner Kulturforschung, 14.11.2018, Hotel Stern, Chur

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