Am Samstag, 25. August 2018, fand die traditionelle Exkursion des Vereins Kulturforschung Graubünden statt.  Die Reise führte zu einem unbekannten Bekannten, nämlich in den Kanton Glarus und stand im Zeichen der Industriegeschichte und ihrer architektonischen und ortsbaulichen Ausprägungen. Das Programm umfasste eine Dorfführung durch Ennenda, den Besuch des Kontors der Firma Daniel Jenny und einen Spaziergang nach Glarus mit anschliessender Stadtführung. In Schwanden besuchten wir das Wirtschaftsarchiv.
Die Exkursion zeigte sehr deutlich auf, wie die Industrialisierung, insbesondere die Textilindustrie,  Menschen, Gesellschaft und Architektur der Ortschaften Ennenda, Glarus und Schwanden beeinflusste. Faktoren wie verheerende Brände trugen ebenfalls dazu bei, dass neue Wohn- und Lebenskonzepte entstanden.

Bei den Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmern lösten insbesondere drei Aspekte Staunen und Bewunderung hervor: der Unternehmergeist, der im Kanton Glarus geherrscht hat, die damals schon unglaublich globale Ausrichtung des Handels und des Verkaufs und die schier unglaubliche Qualität, die bei der Stoffproduktion und beim Bedrucken der Stoffe erreicht wurden, zumal der Stoffdruck vom Herstellen der Modell bis zum Druck alles Handarbeit war.

Der Verein für Bündner Kulturforschung Graubünden unterstützt und fördert die Erforschung der bündnerischen und alpinen Kultur. Er versucht, in einer breiten Öffentlichkeit das Interesse und das Verständnis für die alpine Kultur und deren Erforschung, Dokumentierung und Pflege zu wecken.

 

Dorfführung in Ennenda mit Hans Thommen.

Im Comptoir der Textilfirma Daniel Jenny in Ennenda.

Kunstvoll handgefertigtes Modell für Batikstoffdruck im Wirtschaftsarchiv in Schwanden.

Ausstellung von Musterbüchern im Wirtschaftsarchiv in Schwanden.

Die Leiterin des Wirtschaftsarchivs, Dr. Sibyll Kindlimann, während ihrer Ausführungen zur Geschichte der Textilindustrie im Kanton Glarus.

Programm und Anmeldung

 

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