Literatur und Tourismus

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Dieses Projekt macht sich zur Aufgabe, das Verhältnis von Literatur und Tourismus in Graubünden seit 1990 zu erforschen. Ausgangspunkt ist die These, dass sich die weit in die Vergangenheit zurückreichende Beziehung zwischen literarischer Kreativität und touristischem Werben seit den 1990er Jahren weiter entwickelt hat: «Storytelling» ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Faktor geworden im Tourismus-Marketing; höchst erfolgreiche Genres wie der Regionalkrimi bedienen gleichzeitig Tourimuskritik wie Ortswerbung; neue Bündnisse zwischen AutorInnen und TouristkerInnen haben sich etabliert: Writer-in-residence-Angebote, Werkaufträge für historische Romane etc. Vor diesem Hintergrund gilt es die Rolle der Narrativität neu zu bestimmen. Zur Anwendung kommt ein offener Literaturbegriff, der geeignet ist, das «Storytelling» bei seinem Hin- und Herwechseln zwischen literarischen und nicht-literarischen Genres zu beobachten. Unter Berücksichtigung des drei- und vielsprachigen Graubündens sollen dabei verschiedene regionale Konstellationen in den Blick kommen.

Dr. phil. Thomas Barfuss

Literatur- und Kulturwissenschaftler
ikg