Peter Paul Cadonau (1891–1972), reformierter Theologe und Pfarrer aus Graubünden, wurde während des Studiums durch die religiös-soziale Theologie von Leonhard Ragaz geprägt. In späteren Jahren wandte er sich der Wort-Gottes-Theologie Karl Barths zu und verstand sich als «Verbi Divini Minister», als Diener des Wortes Gottes in emphatischem Sinn. Darüber hinaus wirkte er als Publizist und Schriftsteller.
Fokussiert werden im vorliegenden Band auch Cadonaus dramatische Werke, die im Anhang abgedruckt werden. Sprachgeschichtliche Bedeutung erlangten seine Übersetzungen der biblischen Schriften ins surselvische Romanisch. Nach seiner Zeit im Pfarramt wirkte er im Dienst des von Emil Rupflin gegründeten diakonischen Werks «Gott-hilft» als Seelsorger und geistlich-theologischer Begleiter. Die Beiträge schildern Peter Paul Cadonau als starke Persönlichkeit mit einem einzigartigen theologischen Profil, der in Kirche und Gesellschaft seiner Zeit eine nachhaltige Wirkung entfaltete.
Mit Beiträgen von Jan-Andrea Bernhard, Martin Fontana, Horst F. Rupp und Manfred Veraguth.

Eine Publikation des Instituts für Kulturforschung Graubünden

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