Veranstaltungen vom 20. Mai bis zum 2. Juni

20. Mai 2022 – Podium
Die Bündner Landschaft zwischen Schutz und Nutzung

Organisiert und kuratiert von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW, mit einer Einführung von Cordula Seger, Leiterin Institut für Kulturforschung Graubünden

Die Menschen haben die Natur seit jeher genutzt und geprägt. Natur und Kultur sind in der modernen Landschaft deshalb unauflösbar verschränkt. Gleichzeitig sind die Ansprüche an Landschaft vielfältiger geworden: land- und forstwirtschaftliche Nutzung, Erhalt von Flora und Fauna, Förderung von Biodiversität, Boden für vielseitige Bebauung sowie Erholungsgebiet für Einheimische und Touristen.

Das öffentliche Podium mit Ruedi Haller (Parc Naziunal Svizzer), Giovanni Netzer (Origen Festival Cultural), Sina Schneider (Mountain Wilderness Schweiz) und Markus Schreiber (Universität Luzern) fragt etwa danach:

  • Wie können Naturlandschaften das kulturelle Leben bereichern – und umgekehrt?

  • Was ist «unberührte Natur» – eine romantische Vorstellung, ein Urlaubsziel, ein Forschungsgegenstand?

  • Alpenstrom nutzen – Alpenraum schützen. Wie geht das zusammen?

  • Wie können wir Tourismus, Alpinismus und Landschaftsschutz vereinbaren?


Flyer mit ausführlichem Programm

Chur, Fachhochschule Graubünden
Pulvermühlestrasse 57
16:15 bis 18:00 Uhr

21 maggio 2022 – Presentazione del libro
«Nutzen und schützen. Johann Coaz (1822–1918), der Wald und die Anfänge der schweizerischen Umweltpolitik»

Nella Mesolcina e nel Ticino del 19. secolo la foresta rappresentava una risorsa essenziale. Johann Coaz se ne occupò ripetutamente in veste di cartografo, di ispettore forestale dei Grigioni e di primo capo dell’ispettorato forestale federale. La politica forestale della Confederazione in quella fase si concentrò specificamente sulla situazione dei cantoni di montagna: Grigioni, Ticino, Uri e Vallese. Per la realizzazione delle necessarie riforme risultò essere irrinunciabile la collaborazione con i forestali attivi nelle singole regioni; tra essi Giacomo Zarro di Soazza, prima forestale del Circolo di Mesocco, poi ispettore forestale nel canton Ticino. 

La pubblicazione, realizzata nell'ambito di un progetto di ricerca dell'Istituto per la ricerca grigione, sarà presentata a Soazza con speciale riferimento alla rete di collaboratori dell’ingegner Coaz nella Svizzera meridionale.  

In der Mesolcina, wie auch im Tessin, war der Wald im 19. Jahrhundert eine zentrale Ressource. Als Kartograf, als Forstinspektor von Graubünden wie auch als erster Eidgenössischer Oberforstinspektor war Johann Coaz immer wieder in diesen Regionen tätig. Im speziellen Fokus der eidgenössischen Forstpolitik standen die Gebirgskantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis. Reformen konnten nur in Zusammenarbeit mit den Forstleuten in den Regionen umgesetzt werden, so auch mit Giacomo Zarro aus Soazza, erst Kreisförster in Mesocco, dann Forstinspektor im Kanton Tessin.

In Soazza wird die Publikation, die im Rahmen eines Forschungsprojekts des Instituts für Kulturforschung Graubünden erarbeitet wurde, mit einem Blick auf Coaz’ Netzwerk in der Südschweiz vorgestellt. 

Buchpräsentation italienisch/deutsch mit:

  • Ing. forestale Luca Plozza. Introduzione 

  • Dr. Karin Fuchs. Relazione in tedesco intercalata dalla traduzione in italiano di Luigi Corfù

  • Paolo Mantovani. Soazza, la sua gente, il suo territorio nell’Ottocento

Soazza, Centro Culturale di Circolo
Stradón
17:30 Uhr

28. Mai 2022 – Bergfahrt Festival Bergün
Vortrag zur Mehrsprachigkeit und Sprachlandschaft in Graubünden

Dr. Oscar Eckhardt (Institut für Kulturforschung Graubünden)

Zu Beginn des Vortrags gibt es einige Ausführungen zur Mehrsprachigkeit in Graubünden, wie diese dargestellt wird, welche gesetzlichen Grundlagen dazu vorhanden sind und wie sie sich auf die Individuen, die Kommunen und die Gesellschaft auswirkt.

Im zweiten Teil hören wir uns verschiedene Dialektbeispiele aus dem dreisprachigen Graubünden an und ermitteln deren Besonderheiten.

Homepage des Bergfahrtfestivals Bergün

Programminhalt Bergfahrt-Festival
Programmübersicht Bergfahrt-Festival
Karte Bergfahrt-Festival

Bergün, Schulhaus
Oberdorf
15:30 bis 16:30

29. Mai 2022 – Bergfahrt Festival Bergün
Wir sind alle mehrsprachig! – Workshop zu Sprachbiografien

Prof. Dr. Vincenzo Todisco (Pädagogische Hochschule Graubünden) und Dr. Oscar Eckhardt (Institut für Kulturforschung Graubünden)

Ausgehend von den Sprachbiografien der beiden Workshop-Leiter und von exemplarischen bündnerischen Sprachbiografien entwickeln die Workshop-Teilnehmer:innen selber eine kleine Beschreibung und Analyse ihrer Sprachkenntnisse, Sprachkompetenzen und ihres Verhältnisses zu den jeweiligen Sprachen. Im Austausch mit den Workshop-Teilenehmer:innen und mit Hilfe einiger Inputs (Sprachenportraits und Sprachenportfolio) betrachten sie ihre persönlichen Sprachen aus verschiedenen Blickwinkeln und stellen die ihnen interessant erscheinenden Aspekte in der Gruppe oder auch im Plenum zur Diskussion.

Homepage des Bergfahrtfestivals Bergün

Programminhalt Bergfahrt-Festival
Programmübersicht Bergfahrt-Festival
Karte Bergfahrt-Festival

Bergün, Kurhaus Bergün, alte Küche
Veja Grusaida 9
12:00 bis 13:30

30. Mai 2022 – Reihe «LiteraturWissenschaft»
Hotelorchester bei Bobbahnen und andere Szenarien

Eine Lesung mit Felicitas Heyerick und Nikolaus Schmid

Bei der Reihe «LiteraturWissenschaft» dreht sich 2022 alles um Musik. Mit engem Graubünden-Bezug wird das Thema in verschiedenen Facetten zum Klingen gebracht.

Den Auftakt macht eine Lesung – im Mittelpunkt stehen die Salonorchester, Schauplatz ist das Engadin: Literarische Quellen evozieren seltsame Mandolinenklänge und schauerhafte Schreie, sie berichten von verlorenen Tangos im Krieg, rauschhaften Kostümbällen und von Hotelgeigern, die ihr Spiel weder meistern noch schätzen.

Die Komposition aus literarischen Stimmen und kulturhistorischen Hintergründen stammt vom Musikwissenschaftler Mathias Gredig, interpretiert und vorgetragen wird sie von der Schauspielerin Felicitas Heyerick und dem Schauspieler Nikolaus Schmid.

Kuratiert und organisiert von der Kantonsbibliothek Graubünden und dem Verein für Kulturforschung Graubünden.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter info@kbg.gr.ch oder 081 257 28 28 wird gebeten.

Chur, Kantonsbibliothek Graubünden
Karlihofplatz
18:00 Uhr

2. Juni 2022 – Buchpräsentation in Susch
Ulrich Campell: Das alpine Rätien

Die Beschreibung des alpinen Rätiens von Ulrich Campell (Durich Chiampell) ist die erste ausführliche und von einem Bündner verfasste geographisch-historische Darstellung der Drei Bünde. Berücksichtigt werden auch deren Untertanenlande im Süden (Veltlin und Chiavenna) sowie die nördlichen Nachbargebiete. 

Campell schildert eingehend Land und Leute: von der politischen und kirchlichen Organisation über die soziale Gliederung bis zur Wirtschaft und Lebensweise. 

Ganz besonders am Herzen liegt ihm aber seine engere Heimat, das Engadin – und da wiederum Susch, seine Herkunftsgemeinde. Hier ist er innerlich am stärksten beteiligt, hier kennt er sich am allerbesten aus, hier informiert er uns am genauesten.

Der lateinische Text blieb seinerzeit ungedruckt. Die vorliegende Edition gibt ihn nach der Originalhandschrift wieder und bietet dazu eine deutsche Übersetzung mit Erläuterungen.

Programm 

Bis um 17 Uhr kann das Muzeum Susch besucht werden.
Anschliessend wird ein Begrüssungsapéro angeboten.

Buchpräsentation: 18–19 Uhr

  • Cordula Seger, Leiterin Institut für Kulturforschung Graubünden, Chur: Begrüssung     

  • Riet Denoth, Gemeindepräsident Zernez: Grusswort

  • Florian Hitz, Bearbeiter der Edition: Bericht aus der Editionswerkstatt

  • Jan-Andrea Bernhard, Historiker und Theologe: Irr- und Umwege der Abschriften von Chiampells Topographie – ein Wort der Würdigung und des Dankes

  • Chasper Pult, Kulturvermittler: «Einen bohrenden Schmerz im Herzen …» – Emotion und Fiktion bei Durich Chiampell

Um Anmeldung unter: info@kulturforschung.ch oder 081 252 70 39 wird gebeten. 

Susch, Muzeum Susch
18:00 Uhr

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