Der Kanton Graubünden nimmt aus sprachwissenschaftlicher Sicht eine besondere Position ein. Parallel zur institutionellen Dreisprachigkeit finden sich zahlreiche Dialekte, mehrere Schreibsprachen, verschiedene Ausformungen von Mehrsprachigkeit. Ausserdem ergeben sich natürliche Sprachwandelprozesses, spannende Sprachkontaktsituationen sowie politische und soziale Positionsbezüge zur Stellung und Bedeutung der verschiedenen Sprachen, die sich nicht zuletzt auch im pädagogisch-didaktischen Kontext manifestieren. Man kann also mit gutem Grund sagen, dass in Graubünden eine Art «Laborsituation» vorliegt, wie die Systeme Sprechende, Gesellschaft, Ökonomie, Politik und Sprachen interagieren und sich ausbalancieren.

Die Arbeitstagung «Dialekt in Graubünden» präsentiert aktuelle Forschungsprojekte und Hintergrundinformationen zum Thema und geht in einer Podiumsdiskussion auf aktuelle Fragen und Probleme rund um die bündnerische Dreisprachigkeit ein.

Das detaillierte Programm der Arbeitstagung wird ab Sommer 2020 auf der Website phgr.ch/Dialektologie publiziert.

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