Mittwoch, den 21. August 2019, 17.30 Uhr, Pavillon Chesa Fonio Sils

Die Bündner Gemeinden zwischen Autonomie und Fusion

«Gemeinde» ist ein emotional aufgeladener Begriff – gestern wie heute. Wird darunter doch oft genug die «Urzelle» der Schweizer Demokratie verstanden. Im Alltag steht Gemeinde für Lebensort und Ort der Identifikation. Doch mit «Gemeinde» wurden stets mehrere Formen  kommunaler Selbstverwaltung bezeichnet: Nachbarschaftsgemeinden und Gerichtsgemeinden in den Drei Bünden, Bürgergemeinden und politische Gemeinden seit dem 19. Jahrhundert. Dazu bestehen seit Jahrhunderten auch Kirchgemeinden.

Sich gemeinsam organisieren, um die vorhandenen Ressourcen besser nutzen zu können oder sich abgrenzen, um eigene Interessen und die überschaubare Gemeinschaft zu wahren, dies sind die Pole, die bei der Diskussion um die Entität Gemeinde bewegen. Der nächste Silser Wissenschaftsapérobietet die Plattform für eine Diskussion über die vergangene, gegenwärtige und künftige Gemeindelandschaft in Südbünden zwischen Autonomie und Fusion.

Es diskutieren mit dem Publikum: Dr. Priska Roth, Historikerin, Autorin der Publikation „Korporativ denken, genossenschaftlich organisieren, feudal handeln – Die Gemeinden und ihre Praktiken im Bergell des 14.–16. Jahrhunderts“; Christian Meuli, Gemeindepräsident Sils i.E.; Simon Theus, stv. Dienststellenleiter des Amts für Gemeinden GR.

Moderation: Dr. Mirella Carbone, Institut für Kulturforschung Graubünden, Büro Sils.

Eine Veranstaltung des Instituts für Kulturforschung Graubünden.
Der Eintritt ist frei. Es wird ein Apéro offeriert.

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