Die vorzüglichsten Zuckerbäcker kommen aus Graubünden

Die vorzüglichsten Zuckerbäcker auf der ganzen Erde kommen aus Graubünden

Vortrag mit Illustrationen von Peter Michael-Caflisch

Mittwoch, 23. August 2017, 21.15 Uhr, Sils/Segl, Hotel Waldhaus

Bis zum Ersten Weltkrieg haben weit über 14’500 Jugendliche Graubünden verlassen, um bei Landsleuten im Ausland den Beruf des Zuckerbäckers zu erlernen. Sie waren als Confiseur, Patissier, Cafetier, Likördestillateur, Limonadier, Bierbrauer oder Schokoladefabrikant in Europa, Amerika und Nordafrika tätig. Ihre Spuren können in über 1’300 Städten von Aachen über Gradisca d’Isonzo und Sátoraljaújhely bis nach Zduńska Wola nachgewiesen werden. Ihren hervorragenden Ruf verdanken die Bündner Zuckerbäcker wenigen Auswanderern, denen das Glück hold war. Diese verfeinerten den Pomeranzenlikör und das Buttergebackene, eröffneten Biskuitfabriken, gründeten Kaffeehäuser und verbrachten ihren Lebensabend in der „Villa Kiew“ oder im herrschaftlichen Haus „Zur Stadt Riga“ in Chur. Kirchenbücher, amtliche Aufzeichnungen und Briefe aber erzählen von mühevoller Arbeit, von Schikanen, vom Heimweh und Überlebenskampf, vom traurigen Los oder frühen Tod der Mehrheit dieser Auswanderer.

Eine Veranstaltung des Vereins für Kulturforschung Graubünden und des Kulturbüro KUBUS in Sils. Informationen und Anmeldungen: info@kubus-sils.ch, 081-826 52 24.

Mittwoch, 23. August 2017
21:15 bis 22:15 Uhr
Hotel Waldhaus Sils
Via da Fex 3

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