Verstrickungen und Konfrontationen. Davos und der Nationalsozialismus

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Davos war als international bedeutender Kurort während der Zeit des Nationalsozialismus eng mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und Europa verbunden. Das Forschungsprojekt «Verstrickungen und Konfrontationen. Davos und der Nationalsozialismus» nimmt bislang wenig untersuchte Aspekte dieser Geschichte in den Blick. Es bezieht auch neu zugängliche Quellenbestände zu den deutschen Sanatorien in Davos ein. Im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen die Handlungsspielräume der lokalen Behörden wie auch die Formen des Widerstands, der Anpassung und der Ambivalenz der ortsansässigen Bevölkerung. Das Projekt wird ebenfalls die Nachkriegskonflikte, die Versuche der Verharmlosung der nationalsozialistischen Vergangenheit und die Erinnerungskultur beleuchten.  

Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung wird ein methodisch breit abgestütztes Forschungsteam ausgewählt. Ein unabhängiger wissenschaftlicher Beirat, der von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) einberufen wird, begleitet das Projekt und stellt die wissenschaftliche Qualität sicher. Die Forschungsresultate werden 2029 in einer gemeinsam erarbeiteten Publikation veröffentlicht. 

Das Projekt wird massgeblich von der Gemeinde Davos, dem Kanton Graubünden sowie vom ikg und durch weitere Drittmittel finanziert.

Ausschreibung (Bewerbungsfrist: 30. September 2026)

Medienmitteilung vom 27. August 2026

Dr. phil. Loretta Seglias

Freischaffende Historikerin
Geschichtspunkte GmbH