Geschichte der Salonorchester im Engadin

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Im Engadin treten noch heute zwei Salonorchester auf: Die Camerata Pontresina und das Salonorchester St. Moritz. Deren Geschichte ist aber beinahe unbekannt, genauso wie jene der zahlreichen Salonorchester, welche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den grösseren Engadiner Hotels spielten. Das vorliegende Forschungsprojekt wird anhand einer umfangreichen Sammlung von Archivdokumenten möglichst perspektivenreich und interdisziplinär die Geschichte der Salonorchester im Engadin zu rekonstruieren versuchen. Erforscht werden u.a. Leben und Wirken der Musikerinnen und Musiker in Hotels, die Arbeitsmigration und das Verschwinden der Salonorchester, die Rezeption der Salonorchester in Zeitungen und literarischen Texten des Engadins, musikhistorische und – philosophische Fragen zum Repertoire und zur Besetzung, die Musik der Salonorchester bei Filmaufführungen, Tänzen und Bällen oder deren Rolle während den Weltkriegen.

Internationale Tagung

Im Rahmen des Projektes fand im Sommer 2022 im Hotel Reine Victoria in St. Moritz eine internationale Tagung statt. Zeitgleich begann im Museum Alpin in Pontresina eine Ausstellung zum Thema, erarbeitet mit Studierenden der Universität Basel, die zur Zeit noch zu sehen ist.

Dr. Mathias Gredig

Musikwissenschaftler
Universität Basel

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