Gewissensfreiheit und Inquisition im rätischen Alpenraum

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Herausgegeben vom Verein für Bündner Kulturforschung

Martin Bundis Studie gilt der Frage, wie im Raum des demokratisch verfassten Dreibünde-Freistaats (Graubünden und die heutige italienische Provinz Sondrio) bereits Anfang des 16. Jh. eine beschränkte Religionsfreiheit proklamiert werden konnte und auf welche Schwierigkeiten deren praktische Umsetzung traf.

Vor allem in den bündnerischen Untertanenlanden südlich der Alpen stiess der Freistaat auf den Widerstand der konservativen Mächte, die versuchten, jedes Vordringen von Reformation, Liberalität und Demokratie mit Gewalt zu verhindern. Dem Dreibündestaat gelang es zwar lange Zeit, diese Angriffe abzuwehren. Nach dem „Veltlinermord“ im Jahre 1620 und dem vorübergehenden Verlust des Veltlins vermochte die gegenreformatorische Bewegung die Gewissensfreiheit und Toleranz im Tal jedoch zu ersticken. Gleichzeitig griffen die südlich der Alpen praktizierten und von der Inquisition unterstützten Hexenverfolgungen mit ihren Massenprozessen auf einen Teil der nordbündnerischen Kerngebiete über, Intoleranz und Zwietracht traten an die Stelle früheren friedlichen Zusammenlebens.

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