Weder Italiener noch Deutsche!

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Die rätoromanische Heimatbewegung 1863-1938

Eine Publikation des Instituts für Kulturforschung Graubünden

Fortschrittsgläubige Liberale wollten im 19. Jahrhundert das Rätoromanische in Graubünden ausrotten, das ihnen ein Hindernis für den Anschluss des Kantons an die moderne Welt schien. Als Gegenbewegung dazu entstand in einem Kreis von Redaktoren, Lehrern und Intellektuellen eine rätoromanische Spracherhaltungsbewegung, bekannt als «rätoromanische Renaissance». Diese bezweckte die Erforschung des Rätoromanischen, seine Förderung in Presse und Schule sowie das Erwecken eines sprachlich-kulturellen Bewusstseins im Volk. Der grösste Erfolg dieser Bestrebungen war 1938 die Anerkennung des Rätoromanischen als Nationalsprache.

Ein damals in der ganzen Schweiz bekannter und vernetzter Vorkämpfer dieser Bewegung war Peider Lansel (1863–1943). Das Motto «Weder Italiener noch Deutsche!», während des Ersten Weltkriegs von Lansel als Leitspruch der Rätoromanen lanciert, wurde in der Zwischenkriegszeit im Zuge der geistigen Landesverteidigung zum Programm schweizerischer Selbstbehauptung. Ausgehend von seinem Nachlass stellt das Buch die rätoromanische Sprach- und Heimatbewegung in einen nationalen und internationalen Kontext und zeigt den Weg des Rätoromanischen zur vierten Landessprache der Schweiz.

Das Buch ist vergriffen, das PDF kann aber unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:

https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/81355/

Inhaltsverzeichnis

Prof. Dr. phil. Rico Valär

Rätoromanist / Romanist
Universität Zürich

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