Buch, Bücher und Bibliotheken zur Zeit des Ancien Régime in den Drei Bünden und ihren Untertanengebieten (1516–1815)

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Der präsentierte digitale Vor- und Teilauszug der Publikation („Handbuch“) zum Forschungsprojekt Das Buch in Graubünden. Herkunft, Gebrauch, Funktion, Sammlung und Wirkung von Büchern und Bibliotheken in den Drei Bünden (1500-1800), das vom Institut für Kulturforschung, dem Kanton Graubünden sowie weiteren öffentlichen Einrichtungen finanziert worden ist, gibt bereits vor dem Druck des Handbuches einen spannenden Einblick in die umfangreiche Forschungsarbeit.

Das Projekt zielt darauf ab, die historischen Bibliotheken in den Drei Bünden von 1500–1815 erstmals systematisch zu erfassen, zu beschreiben und auszuwerten. Ein besonderes Augenmerk ist auf die geistige Ausrichtung der Buchsammlungen zu richten. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf die geistesgeschichtliche Entwicklung in den Drei Bünden von der Reformation bis zum Ende des Ancien Régime. Gerade die Buchgeschichte offenbart – neben der Epistolographie und der Peregrinationsgeschichte – wesentliche Aspekte nicht nur des Wissenstransfers, sondern auch der geistesgeschichtlichen Entwicklung eines Gebietes. Mit der Projektarbeit verbunden sind verschiedene weitere Fragestellungen, die in diesem Zusammenhang partiell und fallbezogen auch untersucht werden sollen: Wie kamen die Bücher nach Bünden? Wie wurden die Bücher bzw. Buchsammlungen weitergegeben? Welche Funktion und welchen Einfluss hatten die Bücher bzw. die Bibliotheken auf die Bildung in den Talschaften Bündens?

Das Manuskript ist in der Pdf-Version hier einsehbar.

Bildlegende: Bibliothek Museum Scuol / Foto: Jan-Andrea Bernhard